Konferenz zur Kritik der Extremismustheorie

Projektlaufzeit: Oktober 2016 bis September 2017

Konferenz „Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen“

 

Wir wollen nicht tatenlos zusehen, wenn rassistisches Gedankengut für gesellschaftsfähig erklärt wird und stellen einen gern genutzten Terminus “den Extremismusbegriff” in Frage. Welche Rolle das Extremismuskonzept im politischen, wissenschaftlichen und pädagogischen Wirkungsbereich spielt, ist dabei eine Kernfrage unserer Konferenz.

 

Anmeldung und Teilnahme

Da die Teilnehmer_innenanzahl begrenzt ist, meldet euch bitte unter Angabe eures Names und eurer E-Mail-Adresse an. 

anmeldung-konferenz@schöneweide.tk

Wenn ihr die Konferenz aktiv unterstützen möchtet, z.B. Schlafplätze zur Verfügung stellen könnt, oder vor Ort mit anpacken wollt, dann meldet euch unter o.g. E-Mail- Adresse mit Name, Telefonnummer und wieviele Menschen bei euch unterkommen könnten v. Freitag – Sonntag.

 

Thematische Einführung

„Die Extremismustheorie ist ein abstraktes Gesellschaftsmodell, das vor allem staatlichen Behörden helfen soll, die „Feinde“ der Gesellschaft zu bestimmen. Sie folgt einem einfachen Schema, das gerne in Anlehnung an Begriffe aus der Geometrie gedacht wird. Eines haben jedoch alle Definitionen des Extremismus gemeinsam: Das politische Spektrum wird entlang einer Achse gruppiert, die von links über die Mitte bis nach rechts reicht. Die beiden Enden beschreiben demnach die sektiererischen, polarisierenden, kompromisslosen und problematischen Extreme am Rand der Gesellschaft. Sie bedrohen die als gemäßigt, harmonisch und unproblematisch geltende Mitte der Gesellschaft.“

Die Kritik an der Extremismustheorie ist zu recht vielfältig. Sie verkürzt Phänomene wie antirassistischen, ökologischen, linken Aktivismus als lediglich unterschiedliche Formen des politischen „Extremismus“ und stellt sie somit mit Neonazismus oder Islamismus auf eine Stufe.Ihre theoretischen Annahmen sind empirisch nicht haltbar und sie verengt Demokratie auf eine ganz bestimmte Form von Demokratie.

Die letzte größere wissenschaftliche Auseinandersetzung fand rund um die Extremismusklausel statt, welche Initiativen und Projekte gegen Rechts unter Generalverdacht stellte und ihnen staatliche Förderung entzog.

Weiterhin wird der Extremismusdiskurs seit jeher als Legitimation von Sicherheitsbehörden genutzt, um Maßnahmen gegen unliebsame kritische politische Bewegungen zu legitimieren.

Doch der Aufstieg des rechtspopulistischen Bewegung in Form der AfD und PEGIDA bietet einen Anlass sich nochmal mit der Wirkung des immer noch existierenden Extremismus-Diskurses auseinanderzusetzen. Es ist nicht zufällig, dass sich Vertreter*innen der rechtspopulistischen Bewegungen oftmals vieler Grundannahmen der Extremismustheorie bedienen. Unter dem Verweis nicht von den Sicherheitsbehörden beobachtet zu werden und nicht als „rechtsextrem“ zu gelten, können Rassismus und Nationalismus immer offener geäußert werden. Um menschenfeindlichen und autoritären Ideologien stärker entgegentreten zu können, muss die Extremismustheorie entschieden zurückgewiesen werden, um der sogenannten „Mitte“ der Gesellschaft einen kritischen Blick auf sich selbst zu ermöglichen. Dies ist heute notwendiger denn je.

Wir laden euch deshalb herzlich zu unserer Konferenz „Das Extremismuskonzept und neue rechte Bewegungen“ am 09./10. Juni in Berlin ein

Ansprechpartner*innen:

Selina Spöllmink – selina.spöllmink@hu-berlin.de

Kai Padberg – kai21@gmx.de

Das wars dann mit Öko

Projektlaufzeit: September 2016 bis September 2017

Beschreibungstext folgt

Ansprechpartner*innen:

Jennifer Werthwein – gj.jenniferwerthwein@yahoo.de

Lysanne Dobranz – lysanne.dobranz@uni-erfurt.de

Kritische Kunstrezeption

Projektlaufzeit September 2016 bis September 2017

Unter welchen politischen Rahmenbedingungen kommt Kunst zustande und welche Formen nimmt sie dann an? Wie wird Kunst heute verstanden und wie hat sich das Verständnis gewandelt? Wir beschäftigen uns in dem Seminar „Postmoderne moderne Kunst – Documenta 14“ (23-27.08.2017, Kassel-Wilhelmshöhe) mit der Kunsttheorie der Gegenwart, dem Begriff der Ästhetik und die Möglichkeiten sich postmodernen/zeitgenössischen Kunstwerken zu nähern. Sprich: mit der Rezeption. Die Docuementa 14 steht unter den Vorzeichen der oben aufgeführten Themen und eignet sich daher zur praktischen Anwendung des theoretisch erfassten Wissens für unser Seminar.

Das Seminar gliedert sich in einen theoretischen Part, in dem wir uns der postmodernen und zeitgenössischen Kunsttheorie widmen. Cand. phil. Amrei Bahr (WWU Münster) wird zu diesem Thema einen Vortrag halten. An zwei Tagen – in unserem praktischen Part – werden wir die zeitgenössische Kunst der Documenta sichten und darüber hinaus selbst performativ tätig werden. Eingeladen haben wir hierfür den Theaterpädagogen Maximilian Mandery.

Ansprechpartner*innen:

Lenny Liebig – lennyliebig@posteo.de

Frederike Bosse – frederikebosse@gmail.com