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Gemeinschaftlicher Wohnraum statt individuellem Alptraum!

ProWo! -kation 

Unser Projekt „Gemeinschaftlicher Wohnraum statt individuellem Alptraum!“ lädt dich ein! 

In einem Seminar zeigen wir dir, wie selbstbestimmter, selbstverwalteter, solidarischer und demokratisch gelebter Lebensraum geschaffen werden kann. Wir sind überzeugt, dass solch ein Lebensraum die Mietpreise auf einem humanem Level hält und eine solidarische Gesellschaft mit antikapitalistischen und nachhaltigen Werten fördert. 

Wenn ihr genauso denkt, dann seid ihr bei uns richtig! 

Ziel unseres Seminars 

Wir wollen euch für den prekären Wohnungsmarkt sensibilisieren und gemeinsam mit euch Möglichkeiten erarbeiten, wie effektiv gegen die Kapitalisierung des Wohnungsmarktes vorgegangen werden kann. 

In unserem Seminar wird ein Überblick über: 

• Gründung alternativer Wohnformen 

• möglicher Organisationsstrukturen für Wohnprojekte 

• Finanzplangestaltung 

• Gruppenprozesse gegeben. 

Um langfristig die Idee alternativer Wohnformen zu unterstützen, werden wir unsere Erkenntnisse zusätzlich in einem Leitfaden zusammenfassen und diesen als Open-Source-Dokument veröffentlichen. 

In der Hoffnung, dass noch mehr Menschen die Chance ergreifen und Wohnprojekte gründen.

Hintergrund des Projekts 

Durch zunehmende Gentrifizierung und gierige Großinvestoren wird Wohnraum in Ballungsräumen immer teurer. Gerade Universitätsstädte als sogenannte „Schwarmstädte“ sind davon betroffen. Sie ziehen besonders junge Menschen an, werden dadurch aufgewertet und zunehmend für Investoren interessant. Durch Immobilienmarktspekulationen mit dem Ziel möglichst hohe Renditen zu erwirtschaften, schnellen die Mieten in die Höhe. Die Mietpreise in den vormals günstigen Vierteln sind somit für Menschen mit geringerem Einkommen nicht mehr bezahlbar. Die massive Schieflage im Wohnungssektor wird durch fehlende Sozialwohnungen verschärft. 

Der Politik ist die Problematik bekannt, aber wirksame Interventionen bleiben aus. Als Beispiele: eine zahnlose Mietpreisbremse und der Verkauf von städtischen Wohnungsgesellschaften. 

Studierende werden durch die hohen Mieten vor finanzielle Probleme gestellt. Selbst ein WG-Zimmer kostet mittlerweile häufig 450€. Finanzieren lässt sich dieses nur mit BaföG-Höchstsatz (der Wohnungssatz ist derzeit bei 250€), einem 450€ Nebenjob und einem sehr sparsamen Lebensstil. 

Selbst mit einem Stipendium der HBS kann die Finanzierung des Lebensunterhaltes schwierig werden. Der Hauptfokus sollte auf dem Studium liegen und nicht darauf, wie man sein Obdach finanziert bekommt. Wenn kein finanzieller Rückhalt vorhanden ist, ist es wahrscheinlich, dass im Studium oder im ehrenamtlichen Engagement Abstriche gemacht werden müssen, um Geld zu erwirtschaften. 

Die aktuelle Wohnungspolitik spiegelt eine entsolidarisierte, kapitalistische, gierige Welt wieder. Dagegen muss etwas getan werden!

Anmeldung zum Seminar 

11.09. – 13.09.2020 – in Heidelberg 

Anmeldung über ProWo@posteo.de 

Anmeldeschluss 31.04.2020 

Wir freuen uns auf euch! 

Julia Haun, Felix Dehner, Oliver Lippert