hans bestimmt mit


Projektdauer: Von 04/2015 bis 03/2016

hans bestimmt mit  – Podcasts für junge Wissenschaft trägt eure wissenschaftlichen Vorhaben und gesellschaftspolitischen Engagements in die große, weite Welt. Dazu führen wir kleine Interviews mit dir und veröffentlichen dieses dann in Form eines fünfminütigen Podcasts.

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[tab title=“Beschreibung“]

Wieso Podcasts?

Weil wir überzeugt sind, dass auditive Medien auch in der Wissenschaftskommunikation eine immer relevantere Rolle spielen.

Also, keine falsche Scheu – wir freuen uns auf viele interessante Einblicke und darauf, deine spannenden Projekte einer großen Zuhörerschaft zugänglich zu machen.

 

Projektbeschreibung

hans bestimmt mit – Podcasts für junge Wissenschaft wird durch die stipendiatische Projektkommission der HBS gefördert.

Während unseres Projektzeitraums von April 2015 bis April 2016 wollen wir etwa 40 Podcasts produzieren, die wir im Anschluss auf einer eigenen Webseite, sozialen Netzwerken und Audiodistributionsplattformen veröffentlichen werden.

 

So wird’s gemacht

In unserem Interviewgespräch stellen wir dir ein paar Fragen zu deinem wissenschaftlichen und gesellschaftspolitischen Engagement. Sicherlich nichts, was du nicht schon einmal beantwortet hast, also keine Panik!

Wir freuen uns auf dich!

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Veranstaltungen

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Weiterführendes

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Kontakt

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Veröffentlicht unter Archiv

Gewerkschaften und Sozialdemokratie – Eine gemeinsame europäische Zukunft?


Projektdauer: Von 04/2015 bis 03/2016

Das Projekt “Gewerkschaften und Sozialdemokratie – Eine gemeinsame europäische Zukunft?” befasst sich mit dem Verhältnis von Gewerkschaften und sozialdemokratischen bzw. sozialistischen Parteien in Europa vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen und politischen Situation. Aus gewerkschaftspolitischer Sicht bietet das Bündnis der sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien auf europäischer Ebene die einzig realistische Chance, die Interessen der Gewerkschaften durchzusetzen. Hierbei findet die Situation in der Bundesrepublik Deutschland mit den dafür relevanten Hauptakteuren DGB und SPD besondere Berücksichtigung – nicht nur aufgrund der Verbindung der Projektmitglieder zu diesen Organisationen, sondern auch angesichts des deutschen Gestaltungs- und Handlungspotenzials in der EU.

Das Projekt soll die Stipendiaten der HBS für wirtschafts- und sozialpolitische Fragestellungen im europäischen Kontext sensibilisieren. Auf der Grundlage der gewerkschaftlichen Kernforderungen wollen wir deren Übersetzungsmöglichkeiten und -strategien diskutieren. Ziel unseres Projektes ist es, diese Ideen in unsere bekannten Strukturen weiterzutragen und auf deren Basis konkrete Handlungsoptionen für Gewerkschafter und politische Akteure zu erarbeiten.

GuS Logo Slider

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[tab title=“Hintergrund“]

Infolge der immer stärker werdenden Verlagerung von Arbeitsmarktstrukturen und wirtschaftspolitischen Kompetenzen von nationalstaatlicher auf europäische Ebene, sind auch gewerkschaftliche Themen wie betriebliche Mitbestimmung, Sozialstandards, Arbeitsbedingungen und Tarifbindungen von dieser Entwicklung massiv betroffen. In Zeiten des fortschreitenden Globalisierungsprozesses und der Digitalisierung von Lebens- und Arbeitswelt stehen die Gewerkschaften vor der enormen Herausforderung, ein soziales Europa in 28 unterschiedlichen Unionsländern zu schaffen. Aus der tagespolitischen Presse können Schlagwörter wie TTIP, CETA etc. entnommen werden, die nahezu auf allen gewerkschaftlichen und politischen Ebenen kontrovers diskutiert werden. Die Frage stellt sich, wie Gewerkschaften und Sozialdemokraten vereint auf ein soziales Europa, also auf eine europäische Verfassung hinarbeiten können, um auf die transnationalen Handelsabkommen adäquat reagieren zu können. Die große Gefahr besteht darin, dass sich aufgrund von Desinteresse und Desinformation die europäischen Mitgliedsstaaten gegenseitig ausspielen und dabei politisch zunehmend nach rechts rücken, da die etablierte Politik keine vernünftigen Alternativen aufzeigen kann. Für die politische Gestaltung von Alternativen zur AfD und anderen rechtspopulistischen und rechtsextremen Parteien ist die Kooperation von Gewerkschaften und Sozialdemokratie wichtiger denn je. Doch das traditionell enge Verhältnis zwischen beiden Institutionen ist von Rissen und Ungewissheiten gekennzeichnet. Bei den letzten Bundestagswahlen 2013 waren die Stimmengewinne bei Gewerkschaftern für die Christdemokraten deutlich höher, als für die Sozialdemokraten (vgl. http://einblick.dgb.de/themen/++co++cd538fe8-24e9-11e3-9687-00188b4dc422). Die europäische Realität erfordert eine neue Standortbestimmung der Gewerkschaften hin zur modernen Interessenvertretung der Arbeitnehmerschaft. Motivation unseres Projektes ist es, konstruktive Arbeit in der Zusammenführung von jungen Gewerkschaftern und jungen Sozialdemokraten zu leisten. Die thematische Aufstellung des Seminars und der Workshops soll aufzeigen, wie groß unsere Handlungsmöglichkeiten in Gewerkschaft und Politik tatsächlich sind und wie wichtig es ist, unsere gewerkschaftspolitischen Interessen in die Politik zu tragen. Damit wollen wir gegen den allgemeinen gesellschaftlichen Trend arbeiten, dass immer weniger Menschen sich an Landes-, Bundes- oder Europawahlen beteiligen. Ferner soll diskutiert werden, wohin uns ein Abdriften in die politische Bedeutungslosigkeit, in dem man beispielsweise nicht mehr wählen geht, führt und welche Folgen das für unser demokratisches Selbstverständnis hat. Die teilnehmenden Stipendiaten sollen sich ein neues, kritisches, reflektiertes Bild von nationalstaatlicher und europäischer Politik machen und diese Erkenntnisse mitnehmen und multiplizieren.

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[tab title=“Umsetzung“]

Wir planen ein Seminar, das im Oktober oder November 2015 in Hamburg stattfinden wird. Dort werden wir mit den Teilnehmern die oben erwähnten Fragen erörtern und gemeinsam Lösungen diskutieren, die eine realpolitische Perspektive einnehmen. Dafür sind momentan zwei Arbeitsgruppen geplant:

 

1. Gefahren für gewerkschaftliche Mitbestimmung in Aufsichtsräten und Unternehmen durch europäische Gesellschaftsformen

Immer mehr nationalstaatlich organisierte Unternehmen wechseln ihre Unternehmensform in Societas Europea (umgangssprachlich Europa-AG) oder gründen ihre Unternehmen gleich in dieser. Bereits die HBS hat diese Entwicklung kritisch zur Kenntnis genommen (vgl. http://www.boeckler.de/pdf/pb_mitbestimmung_se_2014_10.pdf). In diesem Workshop soll mit Vertretern von Gewerkschaften und Sozialdemokratie über die Entwicklung, die Situation und mögliche Reaktionen diskutiert werden. Gerade wir als Stipendiaten der HBS sind von dieser Entwicklung massiv betroffen, da unsere ideelle Förderung durch die Tantieme unserer Kollegen in den Aufsichtsräten finanziert wird. Ergebnis dieses Workshops soll die Sensibilisierung der Stipendiaten und die Ausarbeitung von Ideen für Anträge sein. Hierbei kann bereits auf beschlossene Anträge, beispielsweise des letzten Landesparteitages der Berliner SPD am 13.06.2015 zurückgegriffen werden (vgl. http://parteitag.spd-berlin.de/veranstaltungen/13-juni-2015-antraege/), woraus sich Potenziale für neue politische Gestaltungsspielräume ergeben können.

 

2. Gewerkschaften und Sozialdemokraten bei Wahlen

Es ist ein unbefriedigender Trend zu verzeichnen, dass die SPD als klassische Arbeiterpartei immer weniger Arbeitnehmer und/oder Gewerkschafter auf ihren Wahllisten platziert. Diese Entwicklung soll kritisch diskutiert und mögliche Konsequenzen gezogen werden. Es soll herausgestellt werden, wie wichtig es für die Interessenvertretung und Ziele der Arbeitnehmer ist, dass wieder mehr Gewerkschafter und Arbeitnehmer in die Parlamente einziehen. Wir haben in der SPD, aber auch in allen anderen Parteien eine Akademisierung des Personals und der Programmatik zu beobachten, welche auf der einen Seite von vielen Akteuren jahrzehntelang forciert wurde, aber auf der anderen Seite als logische Konsequenz die Entfremdung von akuten Themen der unteren und mittleren Bevölkerungsschichten mit sich bringt. Politische Prozesse werden zunehmend komplexer und vielschichtiger, da sie sich mit den aktuellen und zukünftigen Problemen der Welt beschäftigen müssen und diese in den letzten Jahrzehnten nicht einfacher, sondern umfassender, schwieriger und folgeschwerer zu lösen wurden (vgl. Ulrich Beck 2007, Weltrisikogesellschaft). Umso wichtiger ist es, die Arbeitnehmer und deren Probleme ernst zu nehmen und ihre Interessen in den Parlamenten zu vertreten. Dies können langfristig glaubwürdig nur Vertreter der Gewerkschaften oder Arbeitnehmer selbst leisten, da oftmals berechtigte Zweifel aufkommen, ob sich die Parlamentarier überhaupt noch mit den Problemen der ‘einfachen Leute’ beschäftigen, bzw. diese längst nicht mehr nachvollziehen können.

 

Für den Sonntag ist eine Abschlussdiskussion mit dem Ersten Bürgermeister von Hamburg, Olaf Scholz (SPD) geplant, zu der auch Stipendiaten der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung sowie interessierte HBS-Stipendiaten aus der Region herzlich eingeladen sein werden. Die Leitfrage soll lauten: “Welche Bedeutungen haben Gewerkschaften für eine erfolgreiche, europäische Neuausrichtung der Sozialdemokratie?”

Langfristige Konzepte einer freiheitlichen, demokratischen und solidarischen Entwicklung können in diesem Zusammenhang aus Sicht des Projektteams am besten mit einer pragmatischen Politik umgesetzt werden, die sich an den Möglichkeiten des Machbaren orientiert und zugleich ihre Werte und Ziele stets im Blick behält.

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[tab title=“Ziel“]

Das Ziel unseres Projektes ist es, festzustellen, welche Akteure der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie auf europäischer Ebene agieren, welche politischen Umsetzungs- und Handlungsstrategien sie dabei verfolgen und wie man sich als Stipendiat für ein soziales Europa aktiv einsetzen kann. Des weiteren sollen aus diesen neuen Erkenntnissen konkrete Ergebnisse diskutiert und beim Nachbereitungstreffen aufbereitet werden, um praktische Impulse für die bestehenden Strukturen zu liefern. Vorstellbar sind inhaltliche Anträge für die bevorstehende Stipendiatenkonferenz (SK) und andere Gremien der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie. Außerdem soll über den Projektzeitraum hinaus eine kontinuierliche Plattform für einen konstruktiven und an realpolitischen Lösungen orientierten Dialog entstehen. Denkbar wäre hierfür beispielsweise die Form eines stipendiatischen Arbeitskreises. Perspektivisch soll dadurch eine Vernetzung aller Stipendiaten und Promotionsstipendiaten entstehen, die sich mit dem Verhältnis von Gewerkschaften und Sozialdemokratie auf realpolitischer Basis kritisch, konstruktiv und zukunftsorientiert auseinandersetzen möchten. Langfristig möchten wir so die stipendiatische Arbeit der Hans-Böckler-Stiftung durch pragmatische politische Impulse bereichern.

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Veranstaltungen

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  • 23. – 25.10.2015
    Haus des DGB Hamburg/Bezirk Nord
    (Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg)
  • Nachbereitungstreffen: 22.-24.01.2016, Berlin

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Weiterführendes

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Kontakt (E-Mail)

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Hanf – gesellschaftliche Aufklärung über eine universelle Nutzpflanze


Projektdauer: Von 04/2015 bis 03/2016

Wir sind eine Gruppe von drei Stipendiaten der Hans-Böckler-Stiftung (HBS). Gemeinsam gestalten wir das von das von der stipendiatischen Projektkommission der HBS geförderte Projekt „Hanf – gesellschaftliche Aufklärung über eine universelle Nutzpflanze“. Mit diesem stipendiatischen Projekt möchten wir interessierten Stipendiat*innen, aber auch Stiftungsexternen, die Gelegenheit geben, sich über die Nutzpflanze Hanf zu informieren, sich ein Bild über mögliche gesellschaftliche und ökologische Vorteile bei der Verwendung als nachwachsenden Rohstoff zu machen und sich kritisch damit auseinanderzusetzen.

Hanfprojekt Logo

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[tab title=“Motivation“]

„Cool, kann ich mein T-Shirt / meinen Dämmstoff / meine Karosserie aus Hanf auch rauchen?“ Diese Frage haben wir in Gesprächen über Hanf so oft gehört, dass sie uns veranlasst hat, dieses Projekt bei der Stipendiatischen Projektkommission der HBS vorzuschlagen.

Obwohl seit 1996 der Anbau THC-armer Hanfsorten in Deutschland und anderen Ländern Europas wieder erlaubt ist und es zahlreiche Kampagnen und Informationsquellen über die Nutzungspotentiale von Hanf gibt, halten sich Skepsis, Halbwissen und Diskriminierung dieser Pflanze immer noch hartnäckig in den Köpfen vieler Menschen. Mit diesem Projekt möchten wir einen Teil zur gesellschaftlichen Aufklärung und Akzeptanz dieser Pflanze als Rohstoff beitragen.

 

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[tab title=“Umsetzung“]

Unser Projekt besteht aus den Hauptkomponenten Webseite (www.hanfprojekt.com) und Seminar. Auf unserer Webseite sollen sich nach und nach Links zu interessanter Literatur und spannenden Videos rund um das Thema Nutzhanf ansammeln.

Kern des Projekts ist die Organisation und Durchführung eines Seminars für Stipendiat*innen der HBS.

Das Seminar wird vom 02.-04.10.2015 in Berlin-Wannsee stattfinden.

Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt, es gilt wie immer: die ersten Bewerbungen werden berücksichtigt. Bitte meldet euch bis zum 28.08.2015 an.

Wir konnten für dieses Seminar wichtige Experten aus Landwirtschaft, Medizin und Industrie gewinnen, die als Gastdozenten auftreten werden. Zusammen werden wir das Hanfmuseum in Berlin besuchen, interaktiv die vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten von Hanf erleben und erfahren, weshalb Industriehanf in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung verloren hat, aber auch mit Sicherheit ein Comeback haben wird.

Es erwarten euch spannende Vorträge und Diskussion über die Geschichte Hanfs, dessen historische und moderne Nutzung, technische, medizinische und landwirtschaftliche Aspekte u.v.m.

Weitere Informationen, Lesematerial, Anmeldeformular und vieles mehr findet ihr auf der Website www.hanfprojekt.com.

Bei Rückfragen oder Anregungen könnt ihr das Kontaktformular auf unserer Webseite benutzen oder eine Mail an info@hanfprojekt.com schreiben.

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[tab title=“Ziel“]

Ziel des Projektes ist es, Vorurteile (Klischees) und Skepsis gegenüber dieser Pflanze abzubauen und die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, wie die Pflanze sinnvoll genutzt werden kann. Nur durch allgemeine Akzeptanz kann Hanf einen Teil zur umweltverträglichen, ressourcen- und energieeffizienten Produktion von Gütern beitragen. Dazu gehört auch die Differenzierung zwischen Nutzhanf und THC-reichen Sorten. Landwirte sollten beispielsweise nicht mehr Hürden und Auflagen beim Anbau von Nutzhanf schultern müssen als bei dem Anbau anderer Pflanzen. Wenn die Nutzpflanze Hanf einen Imagewandel erfährt, können sich neue, aus volkswirtschaftlicher und ökologischer Sicht sinnvolle Wertschöpfungsketten durchsetzen.

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Veranstaltungen

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  • 02. – 04.10.2015 Seminar (Berlin-Wannsee) Anmeldung bis 28.08.2015

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Weiterführendes

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Kontakt

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Veröffentlicht unter Archiv

Die erschöpfte Gegenwart und ihre Phänomene


Projektdauer: Von 04/2015 bis 03/2016

Zusammen mit eingeladenen Gästen analysieren wir gesellschaftliche Symptome einer „erschöpften Gegenwart“ in den Bereichen Politik, Arbeit, psychische Gesundheit, aber auch Popkultur und Gegenwartskunst und suchen nach neuen Artikulations- und Verhaltensweisen.

Die erschöpfte Gegenwart

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[tab title=“Hintergrund“]

Wir sind eine Gruppe von Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen, darunter größtenteils Stipendiat*innen der Hans-Böckler-Stiftung aus Leipzig und Berlin.

Als politische Aktive in unterschiedlichen Feldern (Antirassismus, Antinazi-Arbeit, gewerkschaftliche Bildungsarbeit, etc.) haben wir in der Vergangenheit festgestellt, dass politisches Gestaltungswille und die politischen, kulturellen Initiativen, in denen auch wir uns bewegen, sich zumeist auf einzelne Handlungsfelder und Themenbereiche spezialisiert haben. Emanzipatorische Politik glaubt oft selbst nicht mehr an eine substantielle Veränderung der Gesellschaft. Das überschneidet sich mit einer gesamtgesellschaftlichen Atmosphäre. Seit Sommer 2014 haben wir uns vernetzt und in regelmäßigen Abständen getroffen, um Ideen für ein Projekt zu entwickeln, das von diesen Erfahrungen ausgeht. Wir haben an mehreren Wochenenden Arbeitstreffen organisiert, gemeinsam Texte diskutiert. So ist unser jetziges Thema entstanden.

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[tab title=“Umsetzung“]

Geplant sidn drei öffentliche Vorträge mit renommierten Expert*innen zum Themenkomplex Erschöpfung als Symptom der kapitalistischer Gesellschaft mit Diskussionen mit dem Publikum im Anschluss (wir rechnen mit ca. 100 Besucher*innen pro Veranstaltung)

Nach den Veranstaltungen des Projekts möchten wir eine Dokumentation/Publikation erarbeiten, in denen wir die Ergebnisse unserer Auseinandersetzung zur Verfügung stellen.

  • 4. Juni 2015 Berlin,
    ://about blank, 20 Uhr
    Peter Schneider (Psychoanalytiker, Zürich): „Depression, Schmerzstörung und Burnout. Gesellschaft und Diagnose“
  • 11. Juni 2015 Leipzig,
    Institut für Zukunft, 20 Uhr
    Kerstin Stakemeier (Kunsthistorikerin, München): „Nichts ist aufgehoben. Gedrängte Gegenwart“
  • 9. Juli 2015 Leipzig,
    Institut für Zukunft, 20 Uhr
    Jan Völker (Philosoph, Berlin): „Das demokratische Subjekt und die Korruption der Zeit“

 

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[tab title=“Ziel“]

Seit geraumer Zeit wird die Zunahme von technischen, ökonomischen, medialen und sozialen Beschleunigungsprozessen beobachtet und auch kritisch diskutiert, während sich zugleich eine Gefühlslage der kulturellen und politischen Stagnation und Erstarrung in westlichen Gesellschaften immer stärker auszubreiten scheint. Was verrät diese Koinzidenz? Nicht wenige von uns teilen heute den Eindruck, dass die eigene Gegenwart zunehmend unfassbarer wird und ein eingreifendes Handeln, das eine qualitative Veränderung provoziert, zunehmend unmöglich geworden ist.

An die Stelle von positiven bis utopischen Bezugnahmen auf „Zukunft2 sind heute dystopische Zukunftsbilder, diffuse Formen der Angst und Verhaltensweisen der (Vor-)Sorge getreten. Das stellt auch emanzipatorische, linke Politik vor Probleme. Politischer Gestaltungswille erstreckt sich zunehmend auf den privaten Bereich oder das soziale Umfeld. Politik scheint sich heute in Fragen des individuellen Lebensstils zu verflüchtigen oder aber in der Ausarbeitung von ethischen Kodizes innerhalb der eigenen sozialen Gruppe aufzugehen.

 

Wir denken, es ist notwendig, die Pathologien unserer Zeit (Erschöpfung, Ohnmacht und Depression), aber auch Formen der Gleichwertigkeit und Austauschbarkeit (Arbeit, Ökonomie) zu politisieren und aus der individualisierten Sphäre der „Eigenverantwortung“ herauszuheben.

Das möchten wir in künstlerischer und theoretischer Auseinandersetzung (in Vorträgen und Workshops) versuchen. Dabei sollen verschiedene gesellschaftliche Symptome einer solchen erschöpften und erschöpfenden Gegenwart erkundet und analysiert werden. Unser Ziel ist es, neue Artikulations- und Verhaltensweisen zu finden.

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Veranstaltungen

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  • 4. Juni 2015, Berlin,
    ://about blank, 20 Uhr
  • 11. Juni 2015, Leipzig,
    Institut für Zukunft, 20 Uhr
  • 09. Juli 2015, Leipzig,
    Institut für Zukunft, 20 Uhr

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Kontakt

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  • Hannes-C. P. (ProjektVA)
  • Marcus Q. (FianzVA)
  • Kontakt via Intranet oder über die StipPK

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